Gielisch Kolleg Transport 2014: Ladungssicherung, Schadenverhütung, Schadenhandling

Das erste Gielisch Kolleg hat im September 2014 mit mehr als 100 Teilnehmern stattgefunden. Am Vorabend der Veranstaltung haben wir alle zu einem Get-Together bei Altbier und rheinischen Spezialitäten in die Düsseldorfer Altstadt eingeladen. An zwei Tagen konnten die Teilnehmer neben den Fachvorträgen auch Kontakte zu anderen Anwesenden knüpfen. Das Networking ist ausgiebig genutzt worden.

Programmrückblick des Gielisch Kollegs Transport 2014:

Rolf Dänekas, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Ladungssicherung, veranschaulicht mit Bildern und Filmen die Ladungssicherung in Europa. An Fallbeispielen hat er die Unterschiede zwischen der Sicherung der Ladung im europäischen Ausland und Deutschland beschrieben.

Prof. Dr. Thomas Wieske von der Hochschule Bremerhaven erörterte wie sich die Bereiche Logistik und Transport unterscheiden. Das ist besonders dann wichtig, wenn es zu Schäden kommt. An zahlreichen Beispielen haben die Teilnehmer mit dem Juristen über die Haftung und Regressführung im Transport- und Logistikrecht diskutiert.

Thomas Weinmüller, MAN & Diesel Turbo SE, berichtete über den weltweiten Transport von Dieselmotoren und die entsprechende Ladungssicherung. Ein Film, speziell für das Gielisch Kolleg produziert, zeigte wie Hersteller, Versicherer und Sachverständige in diesem Bereich zusammenarbeiten.

Paul Görsch, Sachverständiger der C. Gielisch GmbH, schilderte Schadenfälle aus der Praxis. Die Zuhörer wollten vor allem Antworten auf ihre Fragen zur Verpackung der Ware und zur Ladungssicherung sowie zur Verladekontrolle oder auch allgemein zum Schadenhandling.

Markus Rumel ist Inhaber des Unternehmens KFA Kraftfahrerausbildung Rumel. Auf einem Außengelände in der Nähe des Veranstaltungshotels zeigte der Ladungssicherungsexperte den Zuschauern, was beim Bremsen passiert, falls die Ware nicht vorschriftsmäßig verladen und gesichert ist. Natürlich demonstrierte er danach, wie eine optimale Sicherung der Ladung in einem LKW auszusehen hat.

Dr. Joachim Wolf vom Institut für experimentelle Kernphysik in Karlsruhe hat gemeinsam mit Reinhard Treutler, Mitarbeiter der Schwertransporte Viktor Baumann GmbH & Co. KG, einen besonderen Transport beschrieben. Das KATRIN Hauptspektrometer sollte von Deggendorf nach Karlsruhe transportiert werden. Das sind normalerweise 340 Kilometer. Weil das Gerät länger als 20 Meter ist und einen Durchmesser von 10 Metern hat, war ein direkter Transport ausschließlich auf dem Landweg nicht möglich. Am Ende war das Spektrometer mehrere Wochen zu Land und zu Wasser unterwegs. 8800 Kilometer über die Donau ans Schwarze Meer, durch das Marmara- und Mittelmeer, den Atlantik und die Nordsee und schließlich den Rhein wieder hinauf.

Programmflyer Gielisch Kolleg Transport 2014